Was ist Traumatherapie und für wen ist das?
Die Traumatherapie ist ein psychotherapeutischer übergreifender Ansatz, der sich verschiedener therapeutischer Methoden bedient um Menschen zu helfen, die eine oder mehrere psychisch stark belastende Erfahrungen gemacht haben (sog. Traumata).
Ziel ist es, Stabilisation zu erfahren und darauf stützend dann die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten, unterdrückte Emotionen zu integrieren und regulieren zu lernen.
Ein Trauma liegt vor, wenn Personen (unabhängig ihres Alters) außergewöhnlich belastenden oder langanhaltenden Situationen ausgesetzt waren, in denen ihre psychische und physische Integrität verletzt wurde. Beispiele sind:
- Emotionaler und psychischer Missbrauch
- zBsp. durch: Familie, Mobbing, Zugehörigkeit zur religiösen oder durch Nichtanrekennung der sexuellen Orientierung
- Körperlicher oder sexueller Missbrauch
- Verlust Nahestehender
- Unfälle, Naturkatastrophen
- Migration, Folter, Gewalt
Wie arbeitet Traumatherapie?
Traumatherapie deckt auf, was sich im Menschen als Folge verändert hat. Sie richtet den Blick weg vom Symptom und hin zum inneren Erleben des Menschen.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Was geschah in dir?
Nicht: Was stimmt nicht mit dir?
Diese Herangehensweise öffnet einen sicheren Raum, um mit Ruhe und Empathie auf die eigenen Schutzmechanismen zu blicken. Ziel ist es, die Trennung von Körper, Emotion und Selbstwahrnehmung wieder sanft zu verbinden. Anstatt das Trauma „wegzumachen“, geht es darum, Kontakt zu dem Teil in uns zu bekommen, der sich damals schützen musste. Die Muster und Verhaltensweisen, die damals überlebenswichtig waren, können im späteren Lebensverlauf als schädlich und destruktiv erweisen!
Das ist die Theorie der Entstehung vieler Erkrankungen und Komorbiditäten wie zBsp.: Süchte, Vermeidungsverhalten, Beziehungs- und Bindungsstörungen, Ängsten, Hypervigilanz, chronische Scham und Selbstzweifel, Ess- Schlaf- und Sexualstörungen.
Mit einer therapeutischen Haltung geprägt von Humanismus, Achtsamkeit, Präsenz und respektvollem Nicht-Eingreifen entsteht die Möglichkeit, alte Muster zu erkennen und neue Wege innerer Regulation zu erfahren.
Was ist Kunsttherapie und für wen ist das?
Die Expressive Kunsttherapie nach Dr. Cathy A. Malchiodi basiert auf der Idee, dass kreative Prozesse heilende Kräfte aktivieren können, wenn Worte nicht ausreichen.
Sie verbindet verschiedene Ausdrucksformen – Malen, Bewegung, Musik, Schreiben oder Spiel – um innere Erfahrungen sichtbar und fühlbar zu machen.
Im Mittelpunkt steht nicht das künstlerische Ergebnis, sondern der Prozess des Ausdrucks und der Selbstwahrnehmung, der das Nervensystem beruhigen und Selbstregulation fördern kann.
So werden Emotionen, die im Körper gespeichert sind, auf sanfte Weise zugänglich und transformierbar.
Die Methode integriert Erkenntnisse aus Neurobiologie, Traumaforschung und Bindungstheorie.
Beratung und Aufklärung
Angehörige und Betreuende tragen viel Verantwortung – manchmal bis zur Erschöpfung.
Ich biete Raum für Entlastung, Verständnis und Orientierung in dieser neuen Lebenssituation sowie Techniken aller meiner therapeutischen Methoden.
Gemeinsam entwickeln wir Wege, mit den eigenen Gefühlen, Grenzen und der veränderten Beziehung umzugehen.
Hannover 2025